
In der Lebensmittelindustrie kümmern sich die Mikroben nicht um den nächsten Zeitpunkt des Reinigens der Anlagen. Stillstände sowie fehlgeschlagene Kontrollen kosten Geld – ganz einfach. Deshalb haben wir eine UV-C-Bestrahlungsanlage entwickelt, die eine zuverlässige und messbare Vernichtung der Keime gewährleistet – egal ob auf Oberflächen, in dunklen Ecken oder auch dann, wenn die Geschwindigkeit der Anlage sich ändert.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden eine ozeangefreie, niedrigdruckige Quecksilberdampflampe, deren Hauptwirkungswellenlänge bei 254 nm liegt. Bei einer Entfernung von 100 mm beträgt die maximale Strahlungsintensität 180–220 mW/cm². Ein hochreflektiver Dichroikspiegel lenkt diese Strahlung in ein gleichmäßiges Profil um, sodass keine Energie verschwendet wird und das Strahlungsmuster überall konstant bleibt.
Die Lampe verbraucht 800 W Leistung, hält einen stabilen Lichtbogen aufrecht und behält die Leistungswerte innerhalb von ±3 % über 9.000 Stunden bei. Das System ist für 100.000 Betriebszyklen ausgelegt, ohne dass die Zuverlässigkeit beeinträchtigt wird.
Warum funktioniert die Anlage in der Lebensmittelindustrie gut:
Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln geht es nicht um eine bloße Oberflächenbehandlung. Es geht vielmehr darum, unter schwierigen Bedingungen wie Schwankungen der Luftfeuchtigkeit, Stopps und Starts sowie bei Teilbereichen, die nicht ideal für die Strahlung sind, eine zuverlässige Vernichtung der Keime zu erreichen.
Bei 254 nm werden DNA und RNA stark absorbiert. Mit einer Strahlendosis von 60–100 mJ/cm² erreichen wir eine Reduzierung der Keimzahl um mindestens 3 Log-Einheiten – also eine effektive Vernichtung von Gram-positiven und Gram-negativen Bakterien, Schimmelpilzen und Hefen.
Was bedeutet das konkret? Schnellere Prozesse ohne chemische Reinigungen, geringerer Energieverbrauch im Vergleich zur thermischen Desinfektion sowie weniger unerwartete Störungen.
Was man beachten muss:
Die Installation muss präzise erfolgen. Wenn das vorgesehene Strahlungsmuster nicht eingehalten wird, entstehen „kalte Punkte“. Eine Änderung der Entfernung um 20 mm kann dazu führen, dass die Strahlendosis um 25–30 % schwankt. Daher müssen die Geometrien der Halterungen und Reflektoren der Geometrie des Produkts entsprechen.
Die Lampe funktioniert in Edelstahlliegenschaften sowie in Standardquarzkörpern für feuchte Umgebungen. Doch es ist wichtig, einen Ballast zu verwenden, der zur Längen des Lichtbogens sowie zu den Starteigenschaften der Lampe passt. Andernfalls kann die Lampe frühzeitig ausfallen – und man fragt sich dann, warum.